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Presse

Pressemitteilung vom 21.11.2011

Eckpunkte zur Pflegereform beschlossen

Der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. findet die von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr am 17. November 2011 präsentierten und einen Tag zuvor vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkte zur Pflegereform enttäuschend. Die lang erwarteten und dringend notwendigen Verbesserungen bleiben aus.

Einer der wichtigsten Punkte für eine nachhaltige Pflegereform, nämlich die „Verbesserung der Pflege- und Arbeitsbedingungen in der Pflege“, wird in dem Eckpunkte-Papier nur kurz angerissen: Eine generalistische Berufsausbildung in der Kranken- Kinderkranken- und Altenpflege wird angestrebt. Offen bleibt jedoch die Frage, wann die Reform der Pflegeausbildung umgesetzt wird.

Der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. hat bereits Anfang 2010 ein Berufslaufbahnkonzept vorgelegt. Dies beinhaltet neben der generalistischen Ausbildung auch eine Einordnung der Pflegekräfte gemäß ihrer Tätigkeit in gestufte Kompetenzniveaus. Der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. setzt sich zudem für eine verbesserte Durchlässigkeit im Bildungssystem ein. Aus Sicht des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V. wird es künftig noch mehr von Bedeutung sein, die Berufsausbildung mit der Hochschulbildung strukturell stärker zu verknüpfen – wie es im Berufslaufbahnkonzept beschrieben ist.

Zudem fordert der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. seit langem die Schaffung eines bundeseinheitlichen Berufsgesetzes sowie die Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffes. Der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. plädiert mit Nachdruck an die Politik, endlich eine Reform des Pflegesystems durchzuführen, die diesen Namen verdient und die sich nicht in kleinen Teillösungen erschöpft.